Donnerstag, 17. November 2011

Besuchervolumen

„Die Tagesausgaben pro Übernachtung betragen 110,50 Euro, das jährliche Besuchervolumen in Übernachtungen beträgt 1,4 Mio“, meldet das German Convention Bureau.[1]
Was mag wohl ein Volumen in Übernachtungen sein? Paßt ein Volumen in Übernachtungen hinein? Und läßt die Logik das überhaupt zu? Steckt da nicht ein Kategorienfehler drin? Was ein Besuchervolumen ist, wußte ich einst, als ich noch zur Schule ging. Man kann es ausrechnen, wenn man die Masse und das spezifische Gewicht des Besuchers kennt, oder so ähnlich. Aber das ist lange her. Heute hat man, wie uns der Ostdeutsche Sparkassenverband mitteilt, andere, exakte Methoden, die ich ganz und gar nicht mehr kapiere: „Unberücksichtigt bleiben auch Einrichtungen, die ihr Besuchervolumen nicht durch eine exakte Erfassung (z.B. durch verkaufte Eintrittskarten oder mit Hilfe eines Drehkreuzes) bestimmen können.“[2]
Nebenbei, für die, die nicht wissen, was ein Drehkreuz ist: So nennt das gewöhnliche Volk die Personenvereinzelungsanlage.

Kommentare:

Stephanus hat gesagt…

Duden hilft - über die eigenen Sprachgrenzen hinaus:

http://www.duden.de/rechtschreibung/Volumen

Ludwig Trepl hat gesagt…

Ja glauben Sie denn wirklich, das wüßte ich nicht? Und halten Sie es wirklich für erlaubt, daß man uns dauernd mit irgendwelchem Fachchinesisch belästigt? Sind Sie der Meinung, daß "Straßenbegleitgrün" und "Spontanvegetation", nur weil es im Binnenjargon der Stadtplaner vorkommt, zu Unrecht ins Dummdeutsch-Lexikon aufgenommen wurde?

Stephanus hat gesagt…

Mann des Schreiens - was Sie alles wissen; aber nicht parat haben, wenn Sie so loslegen; Sie wirken auch mich wie Nörgel-Begleitgrün...

Man kann auch nicht mit Ihnen disktutieren - weil Sie immer Recht haben wollen.

Ludwig Trepl hat gesagt…

Klar möchte ich Recht haben, da bin ich wie Sie. Aber wie kommen Sie denn darauf, daß ich nicht parat gehabt hätte, wie "Besuchervolumen" im Fachchinesischen benutzt wird? Sie lesen doch immerzu diesen Blog, und da kam dieses Thema doch schon öfter mal vor.
"Man des Schreiens" - wie kommen Sie denn darauf? Was hat mein milder Spott mit schreien zu tun? Aber davon abgesehen: Der Ausdruck ist gut. Sie sollten bei Ihren Wortspielereien bleiben, das können Sie; aber fangen Sie bloß nicht an zu denken, das geht so gut wie immer daneben.