Montag, 29. August 2011

Schwere Tätlichkeiten


Die taz ist nicht nur die Vorreiterin der Anglifizierung des Deutschen, sondern die Haupttriebkraft des Sprachwandels überhaupt. Heute kann man lesen: „Nun ermittelt das LKA – gegen einen tätlichen Beamten“.[1]



[1] taz, 29.8.2011

Kommentare:

Stephanus hat gesagt…

Kein untätliches, nur ein ungebräuchliches Deutsch:

Aus dem guten Grimmschen, nein, nicht Märchenbuch, sondern dem DWB:

"thätlich, adj. und adv. früher auch ohne umlaut thatlich, mnd. dâtlik.
..."

http://germazope.uni-trier.de/Projekte/WBB2009/DWB/wbgui_py?lemid=GS13754

Ludwig Trepl hat gesagt…

Ja, wenn die taz das Wort im Wissen darum benutzt hätte, was im Grimmschen Wörterbuch steht, hätte man sie wegen ihrer Verdienste um die Traditionspflege loben können. So war's aber bestimmt nicht - man muß wohl eher annehmen, daß sie das Wort gemieden hätte, wenn sie das gewußt hätte. Und darum kann man sie nur wegen ihrer Bemühungen um den Sprachwandel loben.