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Mittwoch, 17. August 2011

Noch mal ganz langsam


„Das ExWoSt-Forschungsfeld ‚Fläche im Kreis – Kreislaufwirtschaft in der städtischen/stadtregionalen Flächenutzung’ verfolgt das Ziel, einen geeigneten Policy-Mix zu entwickeln und in Planspielen zu erproben, mit dem unter unterschiedlichen Rahmenbedingungen in einer Kombination aus rechtlichen, planerischen und ökonomischen Instrumenten die in der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie verankerten Ziele zur Reduzierung der Flächeninanspruchnahme auf 30 Hektar je Tag und der vorrangigen Innenentwicklung erreicht werden können.“[1]
Das möchte ich hiermit für den renommierten „Klaus-Tschira-Preis für verständliche Wissenschaft“ vorschlagen.



[1] Gender Mainstreaming in der Flächenpolitik (Expertise). Herausgeber: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR), Berlin 2006

Sonntag, 5. Juni 2011

Der Stellvertreter als Modell


„Papst Benedikt XVI. hat sich beim Besuch der evangelischen Kirche Roms als Glaubensmodell auch für Lutheraner präsentiert. Das betonte der Pfarrer der römischen Christus-Kirche, Jens-Martin Kruse, in einem Beitrag für die Vatikanzeitung „L´Osservatore Romano“ vom Samstag.“[1]
Der lutherische Pfarrer von Rom scheint mir ein innerlich tief und mehrfach gespaltener Mensch zu sein. Einerseits verehrt er den Herrn Ratzinger und möchte am liebsten katholisch werden, andererseits wagt er es nicht, sich aus seinem vertrauten Milieu zu lösen. Darum läßt er sich an die lutherische Kirche von Rom versetzen, um seinem großen Vorbild bei Aufrechterhaltung der theologischen Differenz möglichst nahe zu sein. Einerseits fasziniert ihn die antike Welt der Priesterornate und die mittelalterliche Sprache ihrer Träger, andererseits ist ihm der aus dem Detritus der modernen Wissenschaftssprachen zusammengerührte Jargon doch zu sehr in Fleisch und Blut übergegangen. Und so wird aus dem Vorbild ein Modell.