Montag, 23. September 2013

Die Mühen der Ebenen


„Es ist ‚echt evangelisch’, dass sich alle Ebenen einbringen, sagt Christoph Pistorius über die Synode. Der Trierer Superintendent ist einer der 126 Synodalen in Magdeburg.“[1]
Ich glaub’ auch, daß es echt evangelisch ist, daß sich alle Ebenen einbringen; Betonung auf echt, auf Ebenen und auf sich einbringen. Ein „Alleinstellungsmerkmal“ ist es allerdings nicht. So reden sie ja auch an den Universitäten und in den Parteien und überhaupt ziemlich überall. Aber wie das die Ebenen anstellen, wenn sie sich einbringen, hat mir noch keiner erklären können. Was waren das für Zeiten, als Ebenen sich damit begnügten, weit zu sein oder fruchtbar oder einfach flach!


[1] evangelisch.de, 8.11.11

Kommentare:

Antonym hat gesagt…

Tja, was behaupten sich "Ebenen" denn auch dadurch, m e t a p h o r i s c h gemeint zu sein!

Und erst die "Mühen der Ebenen"; da müsste man Brecht, ja, den Bert(olt), einbringen, also ihn zitieren:
„Die Mühen der Gebirge liegen hinter uns
Vor uns liegen die Mühen der Ebenen.“ (in jeder Brecht-Ausgabe, in jeder Auswahl Brechtschen Gedankengutes.

... und statt des Zitats sogar seine eigenen "Ebenen" im Titel als „mühevolle“ Flächen vorzutäuschen, um dann ihre Existenz als Metapher zu leugnen.
Hier behauptet sogar ein Autor von den "Mühen der Berge" zu wissen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Rolf_Schwendter

Aber hier muss man auch ganz allgemein von den "Mühen des (Nach)denkens" sprechen, wenn man einen "Sprach"-Blogger so einfältig vor sich hin-denken sieht.

(Wie man das vorgegebene Chapta, bestehend aus Zahl und Buchstabenfolge, als "b e i d e W ö r t e r" lesen und verstehen soll, mag ein anderer Sprachler erklären...)

Ludwig Trepl hat gesagt…

Das ist es ja wieder, unser Schlaumeierlein! Und glaubt uns erklären zu müssen, daß da ein Zitat von Brecht steht. Keine Sorge, das wissen wir schon, die Leser und ich. Und dann scheint es auch noch zu glauben, ich hätte an dem zitierten Superintendenten-Satz etwas auszusetzen, weil "Ebenen" metaphorisch verwendet wird. Oder habe ich da in all dem Wirrsal etwas falsch verstanden? Das meiste, muß ich zugeben, habe ich einfach gar nicht verstanden.