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Montag, 24. Oktober 2011

Deutschnähe pur

Man bemüht sich neuerdings ja sehr darum, daß die „Migranten“ sich in die deutsche Leitkultur integrieren. Wenn sie aber dann integriert und damit der Unterschicht entstiegen sind und Studenten werden und dann auf http://www.ism.de/de/news_ss09.php ihrer International School of Management in Dortmund lesen:
„Praxisnähe pur. Reale Unternehmensprobleme lösen, Bewerbungsgespräche auf dem eigenen Campus führen und wertvolle Firmenkontakte knüpfen – diese Chance bot sich den ISM-Studierenden beim 2. Workshop & Recruiting Day am 15.05.09. Organisiert wurde der Tag vom Team des Career Centers“
– wenn sie das also lesen und man sie dann, als letzte Prüfung des Gelingens der Integrationsbemühungen, fragt, was das denn für eine Sprache sei, dann werden sie vielleicht nicht gleich antworten können. Nicht nur wegen der amerikanischen Wörter, sondern auch und vor allem wegen „Praxisnähe pur“ und „Studierenden“ werden sie wohl ins Grübeln kommen. 

Mittwoch, 4. Mai 2011

Migrant Quote

„Bundesregierung will Migranten Quote fuer den oeffentlichen Dienst“, steht in einem „Blog“.[1] Ich frage mich, wo der Mann herkommt. Ein deutscher Name ist das nicht, obwohl in Deutschland, dem Land der Romantik, sicher die meisten Migranten (Wanderer)[2] zuhause sind. Sicher ist es auch kein englischer, russischer oder arabischer. Vielleicht ein altmexikanischer? Da fangen ja viele Wörter mit Q an, z. B. Quauhtlehuanitzin. Gestern lese ich, daß auch die SPD an dem Herren interessiert ist: „SPD will Migranten Quote in Parteiämtern einführen.“[3] Etwas dunkel ist die Mitteilung allerdings. In was will sie ihn einführen, wenn er in den Parteiämtern ist? Das möchte man schon gern wissen.

Sonntag, 10. April 2011

CDU möchte Wanderer bilden


In den Nachrichten kam, daß die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Frau Maria Böhmer (CDU), möchte, daß für die Bildung der Migranten[1] mehr getan werde.
Sehr gut, Frau Integrationsbeauftragte, denn das ist bitter nötig! Was waren die Migranten, also die Wanderer, früher doch für gebildete Leute! Und wenn sie nicht gebildet waren, so waren sie doch wenigstens bildungshungrig. Sie migrierten mit der Wanderkarte in der Hand von Ritterburg zu Hünengrab und von Hünengrab zu Wehrkirche, um sich zu bilden, und manche unter ihnen, die sogenannten fahrenden Scholaren, zogen sogar von Universität zu Universität. Und heute? Sie tun’s nur noch, um ab- oder nicht zuzunehmen und aus ähnlichen bildungsfernen Gründen. Früge man sie, erführe man gewiß Erschreckendes. Viele wüßten wohl nicht einmal, daß das, was sie tun, wandern heißt, gar das Fremdwort migrieren dürfte ihnen gänzlich unbekannt sein. Walken würden sie ihre Tätigkeit vielleicht nennen, besonders wenn sie dazu zwei Stecken benutzen.[2]
Jean Paul hat zwar nicht die Wanderer, sondern die Spaziergänger in vier Kasten eingeteilt, doch das paßt auf unseren Fall auch: Die heutigen Migranten fallen alle in die unteren beiden. In der zweituntersten Kaste „rennen die Gelehrten und die Fetten, um sich eine Motion zu machen“, in der untersten aber die „jämmerlichsten, die es aus Eitelkeit und Mode tun“. Hätte er die heutige Mode nicht nur der Spaziergänger und Migranten, sondern der sich in der Freizeit Bewegenden insgesamt gekannt: Er hätte noch eine weitere, allerunterste Kaste gebildet.