Sonntag, 1. Mai 2011

Kräftesport am 1. Mai

Auf der den Seiten des Internetauftritts infopartisan.net schrieb einer über die „Maifestspiele Berlin-Kreuzberg“. Die Seiten scheinen von den Veranstaltern dieser in Berlin und weit darüber hinaus so beliebten Festspiele gestaltet zu werden. In dem folgenden Zitat lassen sie aber den Polizeifunk zu Wort kommen. „Amsel 19, unterbreche, Ausschreitungen Oranienplatz. Angriffe auf Polizeibeamte, es fehlen Kräfte.“[1]
Das wundert einen nicht, heutzutage. Die Bereitschaftspolizisten, die bei den Maifestspielen eingesetzt werden, sind meist blutjung, kommen gerade von der Schule, und man weiß ja, wovon sich die heutige Jugend ernährt: Pommes frites und Gummibärchen, viel mehr ist da nicht. Sport treiben sie auch kaum, hängen immer nur am Computer rum und spielen Gewaltspiele. Wie sollen die Jungs und Mädels da zu den Kräften kommen, die sie brauchen, wenn es im richtigen Leben mal gewalttätig zugeht? Der Polizeifunksprecher meinte es vielleicht anders, wollte statt Kräfte Leute sagen oder Beamte, aber mit dem, was er gesagt hat, hat er’s auch getroffen.
Mehr Mühe hat man mit dem folgenden Satz der Grünen: „Angemessene Ersatzkräfte sollten jederzeit verfügbar sein, um die Personalschlüssel aufrechtzuerhalten.“[2] Was mögen das für Schlüssel sein? Riesendinger, bei denen die eigenen Kräfte nicht ausreichen, so daß man Ersatzkräfte braucht, damit sie nicht umkippen? Seltsam, davon hat man noch nie gehört. Auch müßte es dann doch aufrecht zu halten heißen, nicht aufrechtzuerhalten.

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