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Donnerstag, 4. August 2011

Skorer


Detlef Guertler schlägt vor, „skoren“ in die deutsche Sprache aufzunehmen (http://blogs.taz.de/wortistik). „Ich sage also Ja zum Skoren. Und die Sprachnörgler mögen sich damit trösten, dass das englische Originalverb sich hier an die deutschen Gepflogenheiten anpasst. Genau so wie vor etwa hundert Jahren, als sich als deutsche Form der englischen 'cakes' der 'Keks' durchsetzte. Und den mögen ja auch Anglizismenhasser.“
Im Fußball ist der Skorer der Vorlagengeber. Da nun der Fußballreporter keineswegs deshalb Skorer sagt, weil er das Wort Vorlagengeber nicht kennt oder weil es ihm zu lang ist, sondern weil er sich aufblasen will, bin ich als notorischer Anglizismenfreundehasser (die Anglizismen selbst hasse ich nicht, die können ja nichts dafür) weiterhin für Vorlagengeber – solange, bis Skorer so gewöhnlich geworden ist wie Reporter, so daß kein Reporter sich damit mehr aufblasen kann. 

Freitag, 3. Juni 2011

Wir sind stark, denn wir sind viele


„Vermehrt verschaffen sich österreichische Fußball-Legionäre in der deutschen Bundesliga Respekt“, teilt uns die Zeit heute mit.[1] Kein Wunder, vor ihrer Vermehrung waren sie so wenige, daß ihnen gar nichts anderes übrigblieb als sich vor lauter Angst zu verstecken.